Mitarbeiter

 

Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Geschichtswissenschaften

Projekt C - Erste Förderphase

Teilprojekte

Richten, Heilen, Strafen.

Kulturen der forensischen Psychiatrie in Berlin, 1887-1914

 

Zusammenfassung

Das Projekt untersucht das vielfältige Gefüge forensisch-psychiatrischer Instanzen in Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Im Mittelpunkt der Analyse stehen drei Räumlichkeiten, in denen mit psychisch-auffällig gewordenen Menschen umgegangen wurde: der Gerichtssaal, das Krankenhaus und das Gefängnis. Unter Berücksichtigung der jeweils spezifischen Charaktere dieser forensischen 'Kulturräume', wird untersucht wie innerhalb und an den Schwellen dieser Räume sich überlappende Zuständigkeiten, Kompetenzen und handlungssteuernde Prioritäten disponiert waren. Dabei wird ein Ensemble juristischer Bestimmungen, administrativer Praktiken, Fach- und Laiendiskurse, sowie forensisch-psychiatrischer Subjekte thematisiert. Das Projekt untersucht die Entstehung, Organisation und Dynamik dieses Berliner Tableau richtender, heilender und strafender Instanzen.